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Qualitec und HWK Aachen online

QualiTec bildet junge Fachkräfte für Betriebe aus
Berufsausbildung
Aachen. Die jungen Leute lernen alles, was sie in ihrem Beruf brauchen. Und darüber hinaus noch eine ganze Menge mehr. Die Jugendlichen, die bei der QualiTec GmbH der Handwerkskammer für die Region Aachen ausgebildet werden, sind für die Arbeit in Betrieben bestens gerüstet. Berufsausbildung in einer außerbetrieblichen Einrichtung (BaE): Unter diesem Namen schulen und betreuen erfahrene Pädagogen, Handwerksmeister und Stützlehrer die Jugendlichen in den Bildungszentren BGE Aachen und BGE Düren und qualifizieren sie im Auftrag der Agentur für Arbeit/ARGE fachgerecht. Mit dieser fundierten Ausbildung in der Tasche werden sie interessant für Handwerksunternehmen, gerade jetzt, wo Fachkräfte immer seltener werden.
Das Angebot der QualiTec ist vielfältig. In den Lehrgängen in Aachen werden zurzeit Maler und Lackierer und Bauten- und Objektbeschichter ausgebildet, in Düren Maler und Lackierer, Friseure, Metallbauer und Karosserie- und Fahrzeugbaumechaniker. Die Jugendlichen werden von der Agentur für Arbeit/ARGE zugewiesen und schließen mit der QualiTec einen Ausbildungsvertrag ab. Die sozialpädagogisch betreute Berufsausbildung beinhaltet neben der Praxis in den Werkstätten Stützunterricht in Klassenräumen. Hier werden Stoffe aus der Berufsschule wiederholt und vertieft. Zudem absolvieren die Auszubildenden regelmäßige Praktika in Handwerksbetrieben, wo sie die Arbeitswelt "hautnah" erleben und auch bei Kunden arbeiten. Häufig absolvieren die Jugendlichen schon im Vorfeld der Ausbildung bei der QualiTec ein zwei- oder dreiwöchiges Praktikum. Dabei können sich alle Beteiligten kennen lernen und die Jugendlichen testen, ob das jeweilige Gewerk ihnen liegen könnte.
So wie bei Marco L., 23. Er weiß jetzt schon, dass er Maler und Lackierer werden will. Während seines Praktikums in der BGE Aachen arbeitet er täglich in der Lehrgangsgruppe mit Lehrlingen aus dem 1. bis 3. Lehrjahr zusammen. Die Stimmung ist gut, die jungen Menschen lernen sehr viel voneinander. Tapete kleben, Farbe mischen und richtig auftragen, sauber und gerade arbeiten - die Anforderungen in diesem Handwerk sind hoch und Ausbilder Frank Backes fordert die Gruppe jeden Tag aufs Neue heraus. Denn am Ende der Ausbildung müssen die Lehrlinge ihr Können in der Gesellenprüfung unter Beweis stellen. Deshalb lernen sie in der BGE auch alles, was in den Verordnungen über die Berufsausbildung vorgegeben ist. Außerdem nehmen sie an der überbetrieblichen Lehrlingsunterweisung teil.
Ziel heißt Übernahme
Das Ziel der BaE-Maßnahmen ist klar formuliert. Wenn möglich, sollen die Jugendlichen noch während der Ausbildung von einem Handwerksbetrieb übernommen und dort weiter ausgebildet werden. Häufig gelingt dieser Transfer. Sehr dienlich sind dazu die Praktika, die die Jugendlichen in den Unternehmen absolvieren. Hier sammeln sie viele Erfahrungen. "Der Druck im Betrieb ist natürlich ein anderer als hier in der BGE", sagt Dominik P., 27, der im Sommer seine Gesellenprüfung ablegen wird. "Man lernt dort, was es heißt, beim Kunden auf der Baustelle zu arbeiten." Die Meister draußen fackelten nicht lange. Sie vergäben Arbeitsaufträge und dann müsse man sehen, dass man die Arbeit in der vorgegebenen Zeit schaffe. "Im Praktikum lernt man, Lösungen für Probleme zu finden", sagt Dominik. So werden die Situationen, die auch während der Lehre bei der QualiTec trainiert werden, in der realen Arbeitswelt erlebt.
Auch der 19-jährige Julien St. möchte die Erfahrungen, die er im Handwerksbetrieb machte, nicht missen. Die Zeitvorgaben für gewisse Arbeiten waren schon recht knapp, weiß er zu berichten, "aber ich habe es ganz gut geschafft". Auch für die Betriebsinhaber stellt das Praktikum eine hervorragende Möglichkeit dar, um die Jugendlichen kennen zu lernen. Denn während der Arbeitstage können sie sich von den Fähigkeiten des Berufsnachwuchses überzeugen. Im für sie kostenfreien Praktikum lernen sie die Lehrlinge persönlich kennen und können so, "wenn die Chemie stimmt", einen Auszubildenden gewinnen, den sie nicht erst unter großem Aufwand suchen mussten. Bei der Ausgestaltung des Praktikums und bei der Übernahme in eine betriebliche Ausbildung werden die Unternehmer von den Mitarbeitern der QualiTec unterstützt. Wenn der Übergang in einen Ausbildungsbetrieb nicht erfolgt, kann die BaE auch bis zum Ende der Ausbildung bei der QualiTec weitergeführt werden.
Pünktlichkeit, Einsatzbereitschaft, Freundlichkeit, Offenheit und Flexibilität - diese Dinge zählen im Handwerk enorm viel. In den Maßnahmen der QualiTec werden diese Schlüsselqualifikationen verlangt. Außerdem wird trainiert, wie man beim Kunden auftreten sollte, wie man reagiert, wenn der Auftraggeber etwas anderes haben will oder mit der Arbeit nicht zufrieden ist. In verschiedenen Rollenspielen wollen Ausbilder Frank Backes oder die Sozialarbeiterin Birgit Bergs zum Beispiel wissen, welche Möglichkeiten der Gestaltung es in den einzelnen Arbeitskabinen noch geben könnte, welche Farbvariationen oder Tapetentechniken möglich sind. Hier müssen die Lehrlinge zeigen, was sie gelernt haben.
Sicherheit gewinnen, Selbstbewusstsein und Selbstvertrauen stärken - auch das sind die Ziele der BaE-Maßnahmen, bei denen die Jugendlichen umfangreiche Unterstützung und Hilfestellung bei Problemen in persönlichen, beruflichen und lebenspraktischen Bereichen erhalten. Für viele der jungen Menschen ist die Ausbildung bei der QualiTec eine Chance, den richtigen Weg ins Arbeitsleben zu finden, nachdem sie bisher noch keine Lehrstelle gefunden haben oder schlechte Erfahrungen in anderen Betrieben gemacht haben.
Info: Weitere Informationen zur Berufsausbildung in einer außerbetrieblichen Einrichtung (BaE) erhalten Interessierte bei der QualiTec GmbH der Handwerkskammer für die Region Aachen,
Bildungszentrum BGE Aachen, Tempelhofer Straße 13, 52068 Aachen, Fax: 0241/ 96 74-240.
Ansprechpartner sind dort
Birgit Bergs, Tel.: 0241/ 96 74-161, E-Mail: birgit.bergs@qualitec-ac.de;
Marion Schmidt, Tel.: 0241/ 96 74-153, E-Mail: marion.schmidt@qualitec-ac.de, und
Walter Zehrer, Tel.: 0241/ 96 74-163, E-Mail: walter.zehrer@qualitec-ac.de,
und in Düren im
Bildungszentrum BGE Düren, Paradiesstraße 21a, 52349 Düren, Fax: 02421/ 94 84 444
Hella Böhm, Tel.: 02421/ 94 84 4-20, E-Mail: hella.boehm@qualitec-ac.de, und
Rosemarie Lohr, Tel.: 02421/ 94 84 4-35, E-Mail: rosemarie.lohr@hwk-aachen.de.



