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Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) und Zentralverband des Deutschen Handwerks (ZDH) bauen Zusammenarbeit zwischen Handwerk und Entwicklungshilfe aus.
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Hilfe in Subsahara-Ländern

Entwicklung: ZDH und Partner suchen Fach- und Führungskräfte für Bildungskooperationen in Afrika

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Berlin/Aachen. Ein neues Vorhaben der Deutschen Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) GmbH und des Zentralverbands des Deutschen Handwerks (ZDH) zielt darauf ab, innovative Ansätze der Zusammenarbeit zwischen dem deutschen Handwerk und der Entwicklungshilfe zu erproben und umzusetzen. Es greift das vom Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) und dem ZDH erklärte Ziel auf, die Kompetenzen von Fach- und Führungskräften des deutschen Handwerks gezielt für die Internationale Bildungszusammenarbeit zu nutzen.

Gesucht werden Meister und Gesellen in Deutschland sowie Fach- und Führungskräfte in noch auszuwählenden Partnerländern der Subsahara. Sie sollen im fachlichen Bereich und in der Berufsausbildung Kooperationen entwickeln und realisieren. Mittelbar sollen Jugendliche in den Partnerregionen, die eine handwerkliche Ausbildung anstreben, profitieren. Dabei sollen auch weibliche Jugendliche erreicht werden.

Besser qualifizieren
Die Bundesregierung hat die Zusammenarbeit mit afrikanischen Staaten intensiviert und sieht in einem stärkeren Engagement der Privatwirtschaft einen wichtigen Beitrag für die Entwicklung vor Ort. In den meisten Subsahara-Ländern sind die Arbeitsmärkte durch hohe (Jugend-) Arbeitslosigkeit sowie einen hohen Grad an prekären Beschäftigungsverhältnissen geprägt. Gleichzeitig beklagen Unternehmen einen Mangel an qualifizierten Fachkräften, der dazu führt, dass das Beschäftigungspotenzial nicht ausgeschöpft wird. Die Gründe liegen vor allem in der mangelhaften praxisorientierten beruflichen Qualifikation vieler Jugendlicher und Erwachsener. Vielen Subsahara-Ländern gelingt es nicht beziehungsweise unzureichend, ein effizientes und arbeitsmarktorientiertes Berufsbildungssystem zu schaffen. Die Einbindung von Betrieben in die Gestaltung und Umsetzung beruflicher Bildungsangebote erfolgt nicht systematisch.

Deutsche Handwerker haben Erfahrung in der Ausbildung und arbeiten auf hohem fachlichen Niveau. Das soll der Entwicklungshilfe verstärkt zugutekommen, indem sie als Kurzzeit- oder auch Langzeitexperten in ausgesuchten afrikanischen Ländern eingesetzt werden. Darüber hinaus werden Unternehmen für Betriebskooperationen gesucht, die zur Erschließung neuer Geschäftsfelder führen können.

GIZ und ZDH wollen Interessierte unterstützen, beispielsweise durch Sprachkurse oder Schulungen im Bereich der interkulturellen Kompetenz. Sie stärken auch den Dialog und die Vernetzung zwischen Fachkräften aus dem deutschen Handwerk und Betrieben, Verbänden und Trainingszentren in den Partnerländern.

Info: Informationen für interessierte Handwerker: Thomas Hintz, Internationale Angelegenheiten der Handwerkskammer Aachen, Tel.: +49 241 471-220, E-Mail:  thomas.hintz(@)hwk-aachen.de